Wärmewende in Kommunen

Aktuell findet die Onlinetagung „Wärmewende in Mecklenburg-Vorpommern“ statt des Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern statt.

Mit Bezug auf die Herausforderungen in Sachen Heizhaus/Fernwärmenetz habe ich am Vormittag mit einem Ohr den Gedanken Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin sowie Dr. Ing. Frank Grüttner von der EUS Hohen Luckow zugehört zugehört und nach Empfehlungen aus Sicht der Pinnower Problemstellung gefragt.


Folgende Impulse nehme ich mit:

  • ohne externe ergebnisoffene Analyse und Beratung werden wir nicht wirklich weiterkommen, das Thema ist zu komplex, um es im Ehrenamt ganz allein nebenbei zu machen
  • kommunale Wärmeplanung erstellen – auf dieser Basis:
    • Möglichkeiten der Ertüchtigung des bestehenden Netzes erarbeiten, um die Verluste zu reduzieren und somit die Effizienz zu verbessern, dies ist mit Blick auf Kosten und Klima geboten
    • alle Möglichkeiten einer alternativen Wärmeerzeugung ergebnisoffen prüfen und gegeneinander abwägen, dazu gehören z.B.:
      • (Groß)wärmepumpen
      • Solar-Lösungen
      • Biogas
      • Geothermie
    • es gibt keine pauschalen Empfehlungen/Lösungen, da lokale Gegebenheiten einen wesentlichen Einfluss haben

Zuvor auch noch einige interessante Perspektiven zum Thema Solaranlagen auf Ackerflächen:können insbesondere auf mageren, ausgelaugten Böden dafür sorgen, dass

  • Artenvielfalt wieder steigt
  • Grundwasser entlastet wird, da Pestizideinsatz gesenkt wird

Mein Gesamtfazit – bzw. die nicht ganz so neue Erkenntnis: Die Themen Heizhaus/Fernwärme, PV-Grundsatzfrage, Wohnbebauung, Strand/Ferienpark gehören alle zusammen —> bevor wir weiter Einzellösungen verfolgen, braucht es ein Gesamtzielbild und noch besser -strategie.

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