Verkehrskonzept – Ideensammlung

Zu Beginn der heutigen Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt-, Verkehrs- und Ordnungsangelegenheiten um 19 Uhr im Bürgerhaus Pinnow steht eine „Einwohnerbefragung sowie Ideensammlung für das zukünftige Verkehrskonzept der Gemeinde Pinnow“ auf der Tagesordnung [Externer Link].

Basierend auf den vielfältigen Gesprächen beim Dorfgespräch und weiteren Gelegenheiten wurde hier schon einige Ideen skizziert.

Was wollen wir eigentlich?

Während es sich bei diesen konkreten Vorschlägen „nur“ um Einzelmaßnahmen handelt, die aktuellen „Problemen“ begegnen, ermöglicht ein Verkehrskonzept für die ganze Gemeinde die Ableitung von Maßnahmen und Orientierung für die nächsten Jahre auf Grundlage einer klaren Zieldefinition.

Bei der Definition dieser Ziele und Leitlinien wird auf Basis unterschiedlicher Erfahrungen und Bedürfnisse entsprechend auch unterschiedliche Schwerpunkte und Ansichten geben. Aus diesem Grund sind die Ziele zunächst zu diskutieren und gemeinsam so zu definieren werden, dass alle Interessen in Godern und Pinnow optimal berücksichtigt werden.

(M)ein Vorschlag

Mein Impulsbeitrag zu diesem Austausch:

  • nichtmotorisierte Verkehre (Fußgänger und Radfahrer) und motorisierter Individualverkehr sind in beiden Ortsteilen und auf der Verbindungsstraße Godern-Pinnow gleichberechtigt
  • Verkehrsflächen als öffentlicher Raum sind auch Begegnungsflächen für die Menschen in unseren beiden Dörfern
  • „Lärm“immissionen so weit wie möglich vermeiden
  • Aufwertung des Bestandes vor Neuerschließung

Und konkret?

Wie oben geschrieben: Bevor über konkrete Maßnahmen gesprochen wird, sollten die Ziele klar sein. Außerdem gibt es meist mehrere Wege ein Ziel zu erreichen.

Eine Möglichkeit die vorgeschlagenen Ziele zu erreichen ist die Reduktion des innerörtlichen motorisierten bezüglich Umfang (Anzahl der Fahrten) und Geschwindigkeit. Vorzugsweise erfolgt dies nicht durch primär einschränkende Maßnahmen (z.B. Schwellen zur Geschwindigkeitsbegrenzung) sondern durch Steigerung der Attraktivität des Fuß- und Radverkehr. Angesichts „Aufwertung des Bestandes vor Neuerschließung“ bringt dies automatisch ein paar Einschränkungen für den Autoverkehr mit sich.

Shared Space

KfZ-Verkehr ist für die Anbindung unserer Dörfer an den „Rest der Welt“ nahezu unerlässlich. In der Gemeinde ist er hingegen nicht die primäre Verkehrsart, sondern eine unter vielen.

So man obigem Vorschlag zu Zielen Leitlinien folgen möchte, empfiehlt sich, das Konzept von „Shared Space“ und dessen konkreten Umsetzungen anzusehen. In den Niederlanden zwischenzeitlich fast Standard, gibt es auch vereinzelte Ansätze in Deutschland [Externer Link].

Für eine Initialumsetzung drängt sich in Pinnow der Bereich vom Gasthaus Petersberg bis zur Einmündung Mitteltrift unter Einbeziehung des Platzes am Petersberg auf. Neben den positiven Verkehrsauswirkungen würde man damit ein attraktives Dorf-Zentrum schaffen.

6 Kommentare

  • Ich habe eine dringende Bitte. Der frühere Fußweg an der Straße zur B321 ist für Radfahrer und Fußgänger total mit Gras zugewachsen. Dieser Weg ist sehr wichtig . Als Fahrradfahrer muss ich mich zwischen den Grasnaben hindurch jonglieren, als Fußgänger, der sich sportlich betätigen möchte, habe ich beim Walken große Probleme, da ich steht’s mit den Stöcken an den Grasnaben hängen bleibe. Eben so wäre es wichtig, den Fußweg am Mitteldrift und Am Stall auch zum Fahrradweg zu machen Bisher geht an der Straße zum Stall der Fahrradweg nur bis zum Stall.

    • Hallo Frau Messer,

      vielen Dank für die beiden sehr konkreten Hinweise. Der Pfad neben der Pflaumenallee wird nach meiner Wahrnehmung regelmäßig angesprochen. Ich werde dies Thema einmal an die Kollegen im Bauausschuss geben. Gleiches gilt für Ihren Vorschlag zur Ausweisung des Weges an der Mitteltrift als Radweg bzw. als „Rad frei“. Das dieser Abschnitt nur ein Fußweg ist, war mir und vmtl. vielen anderen bisher ger nicht bewusst.

      Viele Grüße

      Birger Bösel

  • Zum Vorschlag von Frau Messer bzgl. des Fußweges an der Mitteltrift: Die Ausfahrten aus dem Wohngebiet „Am Stall“ – Kiebitzweg und Kuckucksallee zur Mitteltrift – sind auf Grund des Walles extrem unübersichtlich für ausfahrende PKWs. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis es zum Aufprall eines Radfahrers/in auf einen PKW kommt. Selbst bei Schrittgeschwindigkeit. Denn beide sehen sich nicht im Vorfeld.

    • Hallo Herr Busch,

      vielen Dank für diesen ergänzenden wichtigen Hinweis. Die Themen sind komplexer als sie auf dem ersten Blick erscheinen. Der gemeinsam Austausch mit den verschiedensten Sichtweisen entsprechend notwendig und zielführend.

      Viele Grüße

      Birger Bösel

  • Hallo Herr Bösel, warum wird mein Hinweis zum Thema Radweg Mitteltrift nicht veröffentlicht?
    Mit freundlichem Gruß
    K.H. Busch

    • Hallo Herr Busch,

      vielen herzlichen Dank für die Nachfrage. Ich hatte Ihren Anmerkung beantwortet, es aber versäumt den Knopf zur freigabe zu betätigen. Somit wurde weder Ihr Hinweis noch meine Antwort dargestellt. Dies habe ich nun korrigiert. Ich bitte um Entschuldigung.

      Zwischenzeitlich habe ich mir einmal die Situation vor Ort angesehen:
      a) kann ich Ihren Hinweis sehr gut nachvollziehen
      b) ist der Weg bereits ab dem Ortseingang als reiner Fußweg ausgewiesen
      c) ist auch der Wunsch von Frau Messer nachvollziehbar

      Fazit: hier bedarfs es einmal intensiverer Überlegungen, wie der Radverkehr geführt werden sollte. Ich gebe die Hinweis einmal in Richtung Bau-Ausschuss.

      Viele Grüße

      Birger Bösel

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